Fünf Jahre nach der Loveparade Katastrophe

Fünf Jahre nach der tragischen Loveparade Katastrophe von Duisburg stellt sich die Frage, ob die Loveparade wegen falscher Zuständigkeiten eventuell gar nicht hätte genehmigt werden dürfen. Der Hintergrund ist, dass die Stadt und Polizei von Duisburg für das Gelände, auf dem die Rampe, an der sich die Katastrophe ereignet hat, gegebenenfalls überhaupt nicht zuständig war. Das alte Güterbahnhofs-Areal war zum Zeitpunkt der Veranstaltung Bahngelände, so dass das Eisenbahnbundesamt und die Bundespolizei zuständig gewesen wären. Zwar wurde die Entwidmung des Geländes bereits im Vorfeld der Loveparade beantragt. Tatsächlich wurde das Gelände allerdings erst am 15. Oktober 2010 entwidmet (Loveparade Schadenersatz)

Prof. Dr. Julius Reiter: “Es wäre eine Bankrotterklärung der Justiz, wenn es nicht zum Strafprozess kommt. Die Großen hat man laufen gelassen, die Kleinen will man hängen. Die Staatsanwaltschaft hat die Anklage reduziert auf ein Bauernopfer. Den wahren Verantwortlichen wird nicht der Prozess gemacht.”

 

Quelle: Bild+ vom 23.07.2015