Zivilrechtliche Ansprüche

 

Viele der Opfer erlitten aufgrund der Ereignisse neben materiellen Schäden, wie beschädigten Kleidungsstücken, verlorenen Schuhen, Brillen oder Taschen physische oder psychische Schäden, unter welchen Sie noch heute leiden.

 

Auch den Angehörigen der Verstorbenen stehen zivilrechtliche Ansprüche zu. Auch wenn eine Wiedergutmachung für den Verlust der Menschenleben selbstverständlich nicht zu erreichen ist, so sind auch hier Ansprüche wie etwa Unterhaltszahlungen oder ererbte Schmerzensgelder stets zu beachten.

Da sich die Tragödie der Loveparade am 24.07.2013 zum dritten Mal jährte, drohen diese zivilrechtlichen Ansprüche zum Jahresende zu verjähren.

 

Die Kanzlei baum · reiter & collegen vertritt rund 100 Verletzte und Angehörige von Opfern der Katastrophe. Als Opferanwälte machen wir es uns zu unserer Aufgabe, die Nöte und Bedürfnisse der Opfer zu erkennen und ihre Rechte insbesondere in zivilrechtlicher Hinsicht wahrzunehmen und durchzusetzen. Hier hat die Kanzlei bereits Erfahrungen durch die Vertretung und Betreuung zahlreicher Opfer des Ramstein-Unglücks, sowie der  Angehörigen des Concorde-Unglücks sammeln können und hat überdies die russischen Zwangsarbeiter gegen die Bundesregierung vertreten.

 

Derzeit sind wir dabei, die Ansprüche unserer Mandanten gegenüber den Verantwortlichen und der Versicherung des Veranstalters Lopavent, der AXA Versicherungs AG anzumelden und nach Möglichkeit außergerichtliche Regulierungen zu erstreiten. Zudem gilt es Klagen hinsichtlich der zivilrechtlichen Haftung gegen die Verantwortlichen vorzubereiten.

 

Darüber hinaus werden wir Rechtsansprüche gerichtlich geltend machen. Neben der Geltendmachung der Ansprüche im Rahmen einer zivilrechtlichen Klage gibt es auch die Möglichkeit, diese Ansprüche im Rahmen eines Adhäsionsverfahrens geltend zu machen. Das Adhäsionsverfahren bietet dem Verletzten einer Straftat die Möglichkeit, einen gegen den Beschuldigten aus der Straftat entstandenen vermögensrechtlichen Anspruch wie Schadensersatz oder Schmerzensgeld bereits im Strafverfahren geltend zu machen. Hierdurch wird eine weitere Klage vor dem Zivilgericht erspart, so dass eine persönliche Doppelbelastung vermieden wird. Zudem können auch Beweise, die im Zusammenhang mit den strafrechtlichen Untersuchungen des Gerichts eingeholt werden, für die zivilrechtlichen Ansprüche genutzt werden.

 

Welches der genannten Verfahren vorzugswürdig erscheint, ist stets im Einzelfall zu prüfen.

 

In einigen Fällen halten wir es zudem für sinnvoll, im Rahmen des zu erwartenden strafrechtlichen Verfahrens als Nebenkläger aufzutreten, um das Strafverfahren und somit die Aufarbeitung der Geschehnisse vom 24.07.2010 aktiv mitzugestalten. Auch die Möglichkeit der Nebenklage ist einzelfallbezogen zu prüfen.

 

Die Kanzlei baum · reiter & collegen wird im Interesse der Opfer und Hinterbliebenen tätig. Sollten Sie hierzu Fragen haben und Rat von erfahrenen Opferanwälten wünschen, kommen Sie gerne auf uns zu.