Die Loveparade Katastrophe von Duisburg

Rückblick

 

Am 24. Juli 2010 ereignete sich in Duisburg während der 19. und letzten Loveparade ein Unglück , bei welchem 21 Besucher der Veranstaltung zu Tode kamen und über 500 weitere Menschen verletzt wurden. Die Betroffenen und Ihre Familien leiden noch heute an den Folgen dieser Tragödie. Zu den Toten und Verletzten führte ein Menschengedränge im Zugangsbereich der Veranstaltung.

 

Im Nachgang zu der Tragödie leitete die Staatsanwaltschaft Duisburg ein Ermittlungsverfahren gegen 16 Mitarbeiter der Stadtverwaltung Duisburg sowie gegen verantwortliche Mitarbeiter des Veranstalters und der Polizei ein.  Das Ermittlungsverfahren läuft nach wie vor. Die strafrechtliche Aufarbeitung dauert somit weiter an. Gleichwohl erwarten wir, dass es noch in diesem Jahr zur Anklageerhebung kommt, da die Beweislast erdrückend ist. Es hat umfangreiches Fehlverhalten gegeben, dafür müssen die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Dass grobe Fehler seitens der Verantwortlichen gemacht wurden belegt etwa das Gutachten des englischen Wissenschaftlers Keith Still. Es sagt an einer Stelle: ‘Schon bei Heranziehung und Beherrschung der Grundrechenarten hätte man sehen müssen, dass eine solche Veranstaltung an dieser Stelle nie hätte genehmigt werden dürfen’. Das strafrechtliche Verfahren halten wir für wichtig, da es um die gerichtliche Klärung der Fakten geht, darum, dass die Eltern endlich erfahren, was passiert ist, warum ihre Kinder zu Tode gekommen, schwerverletzt oder traumatisiert worden sind.

 

Neben der strafrechtlichen Aufarbeitung des Unglücks gilt es jedoch insbesondere zivilrechtliche Ansprüche der Betroffenen zu sichern.