Loveparade Prozess startet frühestens im Herbst

Loveparade Prozess: Opfer müssen sich weiter gedulden
Die Opfer der Loveparade Katastrophe von Duisburg müssen weiter auf einen möglichen Loveparade Prozess warten. Die zuständigen Richter müssen im Vorfeld des Prozesses mehrere tausend Seiten Akten sichten, bevor die über die Zulassung der Anklage entscheiden. Die Vertreter der Opfer stehen allerdings vor dem gleichen Problem. Aufgrund der Masse an Aktenmaterial sind nun die Fristen verschoben worden. Das Landgericht Duisburg wird nicht vor Herbst über eine Zulassung der Anklage entscheiden.

Im Falle einer Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung droht den Angeklagten im Loveparade Prozess eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe. Handelt es sich allerdings um eine Straftat durch Unterlassen kann das Strafmaß auf bis zu drei Jahre und neun Monate gemildert werden.
Loveparade Prozess: Prüfung dauert an
Die zeitaufwändige Prüfung der Vorwürfe gegen die zehn Beschuldigten im Loveparade-Verfahren dauert laut Staatsanwalt derzeit an. Bevor eine Entscheidung über die Eröffnung des Hauptverfahrens fällt, erhalten die Beschuldigten zudem noch die Möglichkeit, sich zu den Anklagepunkten zu äußern. Auf Bitte ihrer Anwälte hat das Landgericht Duisburg die Frist für die Stellungnahme der zehn Angeklagten um drei Monate auf Mitte September verlängert.

Im Februar dieses Jahres – rund dreieinhalb Jahre nach der Loveparade Katastrophe von Duisburg – hatte die Staatsanwaltschaft gegen sechs Mitarbeiter der Stadt Duisburg sowie vier  Mitarbeiter des Veranstalters erhoben. Im Raum stehen Anklagen wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung. Drei leitende Mitarbeiter der Stadt Duisburg sollten ihre Taten durch Unterlassung begangen haben. Der Vorwurf lautet auf Verletzung der Aufsichtspflicht in Bezug auf das Genehmigungsverfahren für die Loveparade 2010 in Duisburg.

Die Anklage gegen die übrigen Beschuldigten wurden erstaunlicherweise fallengelassen.  > Loveparade Anklage - Die Großen lässt man laufen

Am 24. Juli 2010 ereignete sich in Duisburg während der 19. und letzten Loveparade ein Unglück , bei […]

Loveparade 2010

Loveparade 2010 Aufarbeitung sollte transparent erfolgen
Die Loveparade 2010 in Duisburg ist vielen Menschen in trauriger Erinnerung geblieben. Die tragischen Ereignisse auf der Loveparade 2010 in Duisburg haben viele Betroffene dazu bewogen, sich zu einer Initiative zusammen zu schließen und ihre Ansprüche gebündelt anwaltlich vertreten zu lassen. Die Sozietät baum, reiter & collegen um den ehemaligen Bundesinnenminister Gerhart Baum hat sich sehr schnell dazu bereit erklärt. Die große Anzahl  der Betroffenen, deren Interessen hier gemeinsam vertreten werden, führt zu einer starken Position in den komplexen juristischen Verfahren.
Loveparade 2010: Dokumente sollten veröffentlicht werden
Wir empfehlen der Stadt Duisburg Transparenz bei der Aufarbeitung der Geschehnisse. Dazu schlagen wir vor, dass die Dokumente zum Abschlussbericht der Stadt Duisburg vollständig veröffentlichen werden. Dies bedeutet auch, dass neben dem Abschlussbericht von Frau Dr. Jasper und Herrn Berstermann  die von ihnen verarbeiteten Dokumente der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollten. Auf diese Weise ließe sich erkennen, ob diese Dokumente im Vorfeld selektiert wurden oder ob die groben Lücken und Auslassungen des Berichtes auf die beiden Autoren zurück fallen.

Ferner regen wir an, dass die Lücken des Berichts zur Loveparade 2010 durch eine unabhängige Kommission schnell geschlossen werden.