Rainer Schaller forderte Millioneneinsparung bei Loveparade
Nach Schallers Spardiktat fehlten Ordner und eine Lautsprecheranlage
eins zu eins - Sendung vom 17.02.2014 - Interview mit Prof. Dr. Julius Reiter im WDR

Auszug: ”Das Schlimme ist, die Anklageschrift liegt uns noch nicht einmal vor. Wir werden als Opfervertreter immer sehr sehr spät informiert, das ist auch eine Kritik zum Verfahren bisher, das wir oft erst aus der Presse von den Angelegenheiten erfahren (Loveparade Schadenersatz). Wir haben sogar über unserer Akteneinsichtsgesuch durch eine Presserklärung der Staatsanwaltschaft erfahren und nicht von der Staatsanwaltschaft direkt die Information bekommen. Diesmal ist es etwas besser gelaufen, also die Ankündigung der Pressekonferenz hat man uns einen Tag vorher mitgeteilt. Nein, also nachvollziehbar ist für uns nicht, dass man diejenigen, die man aus der Sicht der Bevölkerung – aus der Sicht der Öffentlichkeit – als die  Verantwortlichen angesehen hat, davonkommen lässt und letztlich diese Kleinen, die die Baugenehmigung unterschrieben haben, dass man die nun hängt. Es gibt Leute dabei, die man als Hauptverantwortliche sieht. Nehmen wir als Beispiel den LOPAVENT Geschäftsführer Schaller, der mit den McFit Studios, der dieses gesamte Event PR mäßig für sich genutzt hat. Herr Schaller hat noch kurz vor der Veranstaltung im Rahmen der Planung gesagt: „Wir müssen eine Million einsparen!“ Das hat er an die Organisatoren gerichtet, die für ihn gearbeitet haben, gesagt. Jetzt ist natürlich die Frage: Hat sich das ausgewirkt auf die Sicherheitsvorkehrungen? Es sind bestimmte Bedingungen, die das Amt gestellt hat, nicht eingehalten worden. Beispielsweise eine Lautsprecheranlage, mit der Notfalldurchsagen gemacht werden können. Dann sollen die Ordner einen Abend vorher in den McFit Studios teilweise angeheuert worden sein. Außerdem war auch nicht die Anzahl der Ordner da, die hätte da sein müssen.  Dass sich also das Spardiktat von Rainer Schaller nicht auf […]