Zivilprozess zu Loveparade beginnt

Ein Feuerwehrmann will 65 000 Euro, eine Geschädigte möchte 100 000 Euro.

Mittlerweile sind fünf Jahre seit der tragischen Loveparade-Katastrophe von Duisburg vergangen. Der Termin für den ersten Schadenersatzprozess wurde auf den 1. September diesen Jahres festgelegt. Das Landgericht Duisburg soll dann klären, ob fünf Klägern aufgrund schwerer psychischer Belastungen ein für deutsche Verhältnisse relativ hoher Schadenersatz zusteht. Bei der damaligen Massenpanik gab es 21 Tote und rund 500 Verletzte.

Rainer Schaller und seiner Organisation Lopavent (Loveparade Schadenersatz) werden Fehler bei der Planung und der Durchführung der Veranstaltung vorgeworfen. Zudem stehen eine möglicherweise fehlerhafte Baugenehmigung der Stadt Duisburg sowie Fehler der Polizei NRW im Raum, die Gedränge und Panik verursacht haben.

Unsere Kanzlei baum reiter & collegen vertritt mehr als 100 Geschädigte. Sollte am Rande des Strafverfahrens im Rahmen eines Adhäsionsverfahrens nicht möglich sein, behalten wir uns eine Zivilklage vor.

Prof. Dr. Julius Reiter: “Falls es zu keinem Strafverfahren zur Loveparade kommt, werden wir auch zivilrechtliche Schritte prüfen. Das ist möglich, weil wir mit der Axa-Versicherung den Verzicht auf Verjährung sowohl für den Veranstalter wie für die Stadt Duisburg vereinbart haben.”

 

Quelle: RP Online vom 12. Juni 2015

Von Reinhard Kowalewsky

 

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